"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr"

"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr"

so lautet der Wahlspruch des Gründungsprotokolles vom 01. August 1926. Damals fanden sich verantwortungsbewußte und beherzte Männer unserer Gemeinde unter Herrn Philipp Schuster zusammen und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Winden. Sie machte die bestehende Pflichtfeuerwehr überflüssig.

Schon damals wurde es als Ehre angesehen, wenn ein Mann sich freiwillig dazu bereit erklärte, seine ganze Kraft in die Waagschale zu werfen, wenn es galt, für seinen Nächsten einzustehen. Dies war und ist noch heute vorgelebte Nächstenliebe. Wie heißt es doch: Nicht mit Worten, sondern mit Taten sollst Du Deinen Mann stehen! Auf dieser Grundlage versieht der Feuerwehrmann seinen Dienst und ist bestrebt, seine Einstellung zur Hilfe am Mitmenschen auch in Zukunft mit Leben zu erfüllen, das heißt, er will die nachrückende Jugend für den selbstlosen Einsatz.

Der Feuerwehrmann kennt auch keine Schranken zwischen Rassen, Religionen oder sonstigen Statements; wer in Not ist und Hilfe braucht, dem wird geholfen, ohne Wenn und Aber! So kennt der Feuerwehrmann in Erfüllung seines Gelöbnisses nur eines: Retten, bergen, schützen, löschen - egal wann, wie, wo und für wen!

Unter dieser Prämisse fanden und finden sich seit nunmehr über 75 Jahren stets gerne Männer bereit im Brand - und Katastrophenfall für Leben, Hab und Gut der Bürger einzutreten. Daneben war und ist die Feuerwehr aber auch stets zur Stelle, wenn es "sonst im Dorf brennt", d.h. wenn es gilt unser Dorf zu verschönern oder notwendige Gemeindearbeiten zu verrichten. Aber auch kulturelle Beiträge in Form von Theaterspielen, Maskenbällen oder sonstige Tanz - und Festveranstaltungen leistet die Feuerwehr für die Dorfgemeinschaft. Bekannt ist die Feuerwehr auch für ihr "Bauern-Spielen".

Am 25. November 1972 schaffte die damals noch zuständige Ortsgemeinde Winden das zumindest bis 1988 (laut meinen Quellen) im Gebrauch befindliche Feuerwehrfahrzeug (Ford Transit) an. Vorher wurde die Motorspritze von einem Traktor oder Fuhrwerk gezogen. Im Besitz der Feuerwehr ist aber auch noch die alte Handdruckspritze aus dem Jahre 1838. Sie hat leider noch keinen ehrenvollen Platz gefunden. Seit dem Jahre 1974 wird die Wehr gerätemäßig von der Verbandsgemeinde Nassau ausgestattet.

Aus fiskalischen und juristischen Gründen wird die Freiwillige Feuerwehr Winden ab dem 01. Januar 1983 als eingetragener Verein geführt. Neben dem Wehrleiter gibt es seit diesem Zeitpunkt auch noch einen Vereinsvorsitzenden. 1988 hatte dieses Amt Wehrleiter "Günter Wolf" inne. Sein damaliger Stellvertreter war Martin Linscheid. Den Vereinsvorsitz hatte Gebhard Linscheid übernommen.

Am 13. und 14. Oktober 1984 erhielt die Feuerwehr anläßlich einer feierlichen Fahnenweihe ihre erste Fahne. Sie zeigt auf der einen Seite auf hellem Grund den heiligen Florian mit der Unterschrift: "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr". Die andere Seite zeigt das Windener Wappen auf dunkelrotem Grund.

1988 hatte der Verein weit über 100 Mitglieder, die zum damaligen Zeitpunkt einen Monatsbeitrag in Höhe von 1,- DM (cirka 50 Cent) pro Mitglied und pro Monat leisteten.